Юрген Эльзессер

Юрген Ельзессер - операция под фальшивым флагом

Как бы всем не хотелось в это верить, но всегда и из покон веков, чтобы увести людей от правильных целей пользовались операциями под фальшивым флагом.

Вроде всё так здорово - настоящая оппозиция, тем более политическая! Как свободно и верно режет правду матку господин журналист! И никто его не трогает, и журнал он издаёт, даже патриотом России прослыл. А на самом деле человек из 5- колонны!

Вы думаете такие только в России есть, здесь их сколько угодно!

Платят ему хорошо! Как же независимый журналист!

А с чего он живёт, вы зададите себе вопрос и везде он ездит и выступает и по России и в Германии!

Даже сам Якунин Владимир Иванович встречается с ним! Едет из России специально на встречу к нему!

Якунин Владимир Иванович и Юрген Эльзессер!




А давайте проверим его! Пусть встретится с Евгением Фёдоровым.

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Der Moskauer Schlag ins Gesicht der deutschen Opposition...?

Putin-Vertrauter kommt zur (gesteuerten) COMPACT-Konferenz 22.11.2014

Von Jürgen Elsässer am 30. Oktober 2014 Aktuell

von Marc Dassen.

Das ist eine besondere Ehre: Der gerade von den USA mit Einreiseverbot belegte Putin-Vertraute Wladimir Iwanowitsch Jakunin kommt als russischer Hauptredner zur COMPACT-Konferenz “Frieden mit Russland – Für ein souveränes Europa” am 22. November nach Berlin. Unser Mitveranstalter Institut de la Démocratie et de la Coopération, das russische Kulturinstitut in Paris, macht möglich, dass Sie bei uns einen Mann hören können, dem Washington am liebsten das Wort verbieten würde. Am besten melden Sie sich gleich zur Konferenz an, und zwar hier. Wer ist Jakunin?

Im Zusammenhang mit den Vorgängen in der Ukraine ist vor kurzem wieder der „böse Russe“ aus der Mottenkiste geholt worden. Unisono versteigen sich westliche Politik und Medien zurzeit in pauschale Abwertungen und Verurteilungen unseres ehemals strategischen Partners. Einer dieser „bösen“ Russen ist der Putin-Vertraute und Präsident der Russischen Eisenbahn Wladimir Iwanowitsch Jakunin (66), der sich gerade besonders dem Kreuzfeuer der westlichen Medien ausgesetzt sieht. Der fromme Christ und mit mehreren Orden für seine Verdienste um die Heimat ausgezeichnete Beamte ist eine Führungsfigur, die man kennen lernen sollte, bevor man in den Kanon der Ankläger miteinstimmt.

Dass die USA ihn vor kurzem zur persona non grata erklärte, ihm Einreiseverbot gab und seine Konten in Übersee sperren ließ, nimmt er entspannt zur Kenntnis und fühlt sich, wie er den Medien mit großem Sinn für Humor erklärte, sogar ein wenig geehrt. Er befinde sich damit in guter Gesellschaft. Eine ganze Reihe führender russischer Politiker und Wirtschaftsbosse teilt gegenwärtig das gleiche Schicksal. Derartiger Trommelwirbel kann COMPACT natürlich nicht davon abhalten, ihn zu unserer Friedenskonferenz einzuladen. Es scheint aber nur eine Frage der Zeit, bis auch die EU sich diesem Vorgehen anschließt. Dementsprechend kann die COMPACT-Friedenskonferenz die letzte Möglichkeit sein Wladimir Jakunin live und in Farbe zu erleben. Jakunins besonderes Engagement in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen macht ihn zu einem interessanten und wichtigen Gesprächspartner. Als einer der führenden Wirtschaftsmanager im Kreis des Präsidenten, wird er tiefe Einblicke in die Welt hinter dem medialen Vorhang gewähren können. Seine auf Kooperation und Verständigung bedachte, konservativ geprägte Haltung muss nicht jedem gefallen, doch sie sollte gehört und respektiert werden.

Jakunins Karriere ist steil und geradlinig. Nach dem Abschluss seines Studiums am Mechanik-Institut der Universität Leningrad im Jahre 1972 und der Ableistung des obligatorischen Militärdienstes wird er zunächst Berater des Ministerrates der Sowjetunion in der Außenhandelsabteilung. Zwischen 1985 und 1991 hat er die verantwortungsvolle Aufgabe, die Interessen der noch existierenden UdSSR als Diplomat bei den Vereinten Nationen zu vertreten. Im Jahr 2000 steigt Jakunin unter Präsident Putin zum stellvertretenden Verkehrsminister in Russland auf. 2002 übernimmt er dann die Position des stellvertretenden Eisenbahnministers um drei Jahre später, wie es von vielen bereits erwartet wurde, als Nachfolger von Gennadi Fadejew zum Präsidenten der Russischen Eisenbahngesellschaft (RZD) gemacht zu werden. Das börsennotierte Staatsunternehmen gehört seit jeher zu den profitabelsten in ganz Russland. Neben dieser beachtlichen beruflichen Laufbahn ist Jakunin auch Professor für Staatsrecht an der Moskauer Staatsuniversität und Gründer des neuen Bundes der russischen Politikwissenschaftler.

Wladimir Jakunin ist ein Arbeitstier und genießt aufgrund seiner Leistungen großes Vertrauen im Kreml. Er schaffte es, sein Unternehmen trotz Finanz- und Wirtschaftskrise an die Weltspitze im Transport- und Verkehrswesen zu führen. Das Reich des Eisenbahn-Chefs erstreckt sich über den gesamten Eurasischen Kontinent und das russische Schienennetz ist heute das zweitgrößte der Welt. Die Russische Eisenbahn befördert jedes Jahr rund eine Milliarde Personen und eine Milliarde Tonnen Frachtgüter über elf Zeitzonen und ist damit das Herz der nationalen Infrastruktur. Fast eine Million Menschen sind bei ihm angestellt. Bezogen auf den Umsatz ist die RZD mit umgerechnet fast 22 Milliarden Euro jährlich der viertgrößte Konzern Russlands. Ein Mann in Jakunins Position dürfte in Fragen der Wirtschafts- und Handelspolitik auf Weltmaßstab also nicht nur einen großen Erfahrungsschatz, sondern auch eine beachtliche Kompetenz aufweisen.

In politischen Fragen hat sich Wladimir Jakunin als Pragmatiker herausgestellt. Er favorisiert die Integrität des Nationalstaates vor globalem Expansionismus und argumentierte bei mehreren Gelegenheiten für eine Deeskalation der momentan angespannten Stimmung zwischen Ost und West. Zuletzt traf er sich im Mai 2014 in Berlin zu einer Konferenz des Deutsch-Russischen Forums unter anderem mit Matthias Platzeck (SPD), um über Europas Zukunft zu diskutieren. Eine politische und wirtschaftliche Isolation Russlands hält er für schädlich und spricht sich daher immer wieder für die Überwindung der alten Trennlinien aus.

Als Gründungspräsident des World Public Forum hat der Politikwissenschaftler und Großindustrielle sein Wissen und seinen Einfluss genutzt, um eine Plattform zu schaffen, die unter dem Titel „Dialog der Zivilisationen“ besondere Ziele verfolgt. Seine Idee: Ein europäischer Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok. Auf der griechischen Insel Rhodos treffen sich jährlich, zuletzt Ende September diesen Jahres, Unternehmer, Politiker, Wissenschaftlicher, Geistliche und Intellektuelle um die Idee einer „multipolaren Weltordnung“ zu entwickeln. Das letzte Treffen stand im Andenken an das hundertjährige Jubiläum des Ersten Weltkrieges unter dem Motto: „Weltkrieg verhindern durch globale Solidarität“. Da kann man nur sagen: Bravo! Im Vergleich zu dem einseitigen Globalismus der USA und dem riskanten und geschichtsverdrossenen Zündeln des Westens in aller Herren Länder, ist das nun wirklich ein ehrbarer Ansatz.

Man ahnt aber bereits wer sich damit auf die Füße getreten fühlen könnte. Und Jakunin spart nicht mit Kritik am Westen, auch wenn er sie meistens eher diplomatisch äußert. Seiner Ansicht nach gefährden besonders die USA und die NATO den friedlichen Dialog durch ihre Doktrin der westlichen Vorherrschaft. Er ist der Meinung, dass der Westen Russland schwächen und seiner Heimat verquere Werte aufzwingen will. Zu lange schon, so Jakunin, seien die Russen „vom europäischen Erfolg und neoliberalen Denkmodellen“ beeinflusst. Als Kritiker des zurzeit stattfindenden Informationskrieges hofft er darauf, dass die „westliche Zivilgesellschaft […] die Hypnose ihrer eigenen Propaganda abschütteln“ wird. Mit Blick auf die aktuelle Sanktionspolitik und die im Westen konsequent stattfindende Demontage christlicher Werte, kann man ihm diese Haltung wohl kaum verübeln. In einem Anfang diesen Jahres veröffentlichten Bericht kritisiert Jakunin den vom Westen aufgebauten Zwang, sich einer wachstumsorientierten Wirtschaftsentwicklung zu unterwerfen. Auch die Moral der Menschen in Russland und der Welt sieht er durch Angriffe des Westens in Gefahr. Der letzte Eurovision Song Contest und  Conchita Wurst hatten in Russland bei vielen für Empörung gesorgt. Jakunin sprach in diesem Zusammenhang von einem politisch motivierten und „vulgären Ethno-Faschismus“, der dazu beiträgt die Wertebasis Russlands zu untergraben. Die in Russland verabschiedeten Gesetze zum Schutz der Jugend dienen westlichen Journalisten immer wieder als Vorlage für politisch korrekte Verbalattacken. Jakunin ist allerdings der Ansicht, dass eine Nation das Recht haben muss ihre eigenen Werte gegen die Unsitten anderer Interessensgruppen zu beschützen und verteidigte das Vorgehen daher sachlich und konsequent.

Wladimir Jakunin ist ein Mann mit eigenem Profil, klarer Kante, ehrlich und doch bestimmt tritt er für die Interessen seiner Heimat und für den Frieden in der Welt ein.  Wir können es daher nur als eine Ehre betrachten, dass er sich bereit erklärt hat, auf der COMPACT-Friedenskonferenz am 22. November 2014 unser Gast zu sein und seine Sicht der Dinge darzustellen. Ein ganz herzliches Willkommen Herr Jakunin!

Interview der Wochenzeitung Die Zeit mit Jakunin

https://www.compact-online.de/putin-vertrauter-kommt-zur-compact-konferenz-22-11/